Wofür braucht es Yoga?

Sicherlich eine Frage, auf die jede*r eine eigene Antwort hat. Gut so. Yoga kann uns anleiten, zu uns selbst zu finden. Mir ist dabei wichtig, dass jeder Asana, jede Atemübung, jede Bewegung zu dir und einem Körper passt.

Es geht nicht um das Ziel, es geht um deine Lösung. Finde heraus, was du brauchst, und nimm genau das mit. Das schließt auch ein, die eigenen Vorstellungen und Ziele zu hinterfragen. Denn manchmal wollen wir etwas Bestimmtes erreichen, erkennen dann aber, dass es uns nicht guttut. Also kann es sinnvoll sein, das Ziel neu auszurichten.

Es geht also einerseits um Selbstvertrauen und die Frage: Was fühlt sich für mich gut an? Und andererseits um die Selbstermächtigung und die Erkenntnis: Ich weiß, was gut für mich ist.

Die angeleitete Körpererfahrung, die bewusste Atmung und die meditativen Anteile im Yoga befördern diesen Erkenntnisprozess. Sie machen Yoga so wertvoll für unseren Alltag und unser Leben. Davon bin ich überzeugt.

Ein Ziel: mehr Leichtigkeit im Leben

Das Leben ist ein Kampf? Oder zumindest manchmal Stress pur? Wenn wir so empfinden, brauchen wir Entspannung. Nicht noch mehr Anspannung, noch mehr Erwartungen erfüllen, sondern sich der Situation stellen, die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und alles, was für Stress sorgt, loslassen.

Yoga kann natürlich keine Probleme wegzaubern, aber es kann helfen zur Ruhe zu kommen und unsere eigene Lösung zu finden. Wer entspannt, löst Spannungen. Ganz aktiv. Das Ergebnis ist Gelassenheit. Und wer gelassen ist, bringt mehr Leichtigkeit ins Leben.

Yogamethoden: so vielfältig, so individuell

Drei Yogamethoden haben mich bis heute besonders begeistert:
Hatha-Yoga, Yin-Yoga und Restorative Yoga.
Jede Form hat ihren ganz eigenen Fokus.

Hatha Yoga kräftigt Körper und Geist mit Hilfe von Körperübungen (Asana), Atemübungen(Pranayama) und meditativen Anteilen.

Yin Yoga schickt den Geist zur Beobachtung durch den Körper und bringt uns eine bewusste Wahrnehmung der individuell angenehmsten Haltung mit Hilfe von Decken, Kissen und anderen Hilfsmitteln, so erreicht man
Ruhe und Entspannung für Geist und Körper.

Restorative Yoga noch regenerativer als Yin-Yoga. Mit minimaler Bewegung gelangen wir zu maximaler Entspannung – einfach (entspannt) sein im Hier und Jetzt.

Meditation zum Beruhigen des Geistes, um die Aufmerksamkeit bewusst zu lenken und Ruhe einkehren zu lassen – das ist Meditation für mich.

Hatha

  • Kräftigung der Muskeln und Knochen
  • Erhöht die Beweglichkeit
  • Stressabbau
  • Beruhigt den Geist
  • Erhöht Konzentration

Yin

  • Dehnung der Faszien
  • Fördert die Beweglichkeit
  • Stressabbau
  • Beruhigt den Geist
  • loslassen üben

Restorative

  • Entspannung
  • Regeneration der Muskulatur
  • Stressabbau
  • Ausgleich Dysbalancen

Meditation

  • Innere Ruhe
  • Kräftigung der eigenen Resilienz
  • Stressabbau

Hatha Yoga

Gleichgewicht zwischen Körper und Geist

Hatha Yoga legt den Fokus aud das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist auch und vor allem durch körperliche Übungen den Asanas.

Diese werden ergänzt durch Atemübungen dem Pranayama und Meditation.

Yin Yoga

Gelassenheitsyoga auf deine ganz eigene Art

Beim Yin-Yoga steht das passive Dehnen der Faszien im Fokus. Die Asanas (Körperhaltungen) werden drei bis zehn Minuten lang gehalten. Da es um entspanntes Dehnen geht, wird jeder Asana sorgfältig vorbereitet und mit vielen Hilfsmitteln wie Kissen, Decken und Bolstern unterstützt. So finden wir gemeinsam die für dich optimale Haltung.

In dieser äußeren Haltung kann der Geist auf eine Reise durch das Innere geschickt werden. Hineinspüren in den Körper, Grenzen wahrnehmen, Entspannung spüren und beobachten, was dir im Moment gut tut. Dein Atem verbindet dich mit dem Moment und mit deinem Körper und hilft dabei, ruhig, gelassen und bewusst zu werden.

Yin-Yoga ist für mich eine Geisteshaltung, eine Schule fürs Leben – und eine Praxis, die dir helfen kann, der Welt mit mehr Gelassenheit zu begegnen. Es hilft, deinen Körper und dich selbst zu spüren und kennzulernen. Du lernst wahrzunehmen, zu beobachten und anzunehmen, was kommt. Du entspannst. In dem Moment und in deinem Leben.

Restorative Yoga

Vom Nutzen der Entschleunigung

„Restorative“ bedeutet frei übersetzt „wiederherstellend“, „erholsam“ und „stärkend“, diese Praxis unterstützt den Urzustand von Wohlbefinden durch bestmögliche Bedingungen für Entspannung wiederherzustellen.

Radikales „Nichts-tun“, wichtig ist in keinem Fall, wie weit wir dehnen oder endlos in der Haltung bleiben, sondern in der Haltung den einzelnen Moment zu spüren.
Durch das Unterpolstern und Lagern mit Kissen, Decken oder weiteren Hilfsmitteln gelingt es im Jetzt zu sein. Hingebungsvoll loslassen, dem zentralen Nervensystem Ruhe und Erholung schenken, um ausgeglichener zu sein.

Die beruhigende und stärkende Wirkung der Praxis auf das zentrale Nervensystem ist hierbei größer als bei jeder anderen Form des aktiven Yogas.

Meditation

Zähme den Affen in deinem Kopf

Meditation ist die Kunst seine Sinne zurückzuziehen und sich in sich selbst zu versenken, Ruhe und Stärke in und mit sich selbst zu erfahren.

Auf dem Weg dorthin geht es darum dem Kopf eine Pause zu geben, die Gedanken gehen zu lassen und so einen Zustand von Leichtigkeit, Leere und Fülle gleichzeitig zu erlangen.